Sechs Parameter. Zehn Einzelprüfungen.
Unabhängig im Schweizer Labor TESTEX Zürich geprüft auf sechs Parameter: pH-Wert, Formaldehyd, Schwermetalle, Pestizide, chlorierte Phenole und OPP sowie Azofarbstoffe. Eingereicht wurden zwei Prüfmuster: der Tampon (Wattekern und Rückholband, 100% Baumwolle gemäss Herstellerangabe) und die Einzelhülle (Polypropylen).
01
pH-Wert
Misst, wie sauer oder basisch das Material ist.
Warum wichtig: Die Vaginalschleimhaut hat ein empfindliches, leicht saures Milieu. Ein Material mit stark abweichendem pH kann Reizungen begünstigen.
Ergebnis: Tampon 5,1 · Schutzfolie 5,7. Beide liegen im geforderten Bereich von 4,0 bis 7,5, beide im leicht sauren Bereich.
Je 2 Tests pro Muster · beide Muster geprüft
✓ BestandenGrenzwert: 4,0 – 7,5
Gemessen: 5,1 / 5,7
02
Formaldehyd
Ein flüchtiger Stoff, der in der Textilverarbeitung als Rückstand auftreten kann.
Warum wichtig: Formaldehyd gilt als schleimhautreizend und ist bei direktem, längerem Körperkontakt besonders kritisch zu bewerten.
Ergebnis: In beiden Mustern nicht nachweisbar, unterhalb der Bestimmungsgrenze von 16 mg/kg (Methode JIS L-1041).
Beide Muster geprüft
✓ BestandenGrenzwert: <16 mg/kg
Gemessen: nicht nachweisbar
03
Schwermetalle
Prüft 13 Metalle wie Blei, Cadmium oder Quecksilber in zwei Verfahren: was sich unter körperähnlichen Bedingungen löst (Extrakt, am Tampon) und was insgesamt im Material steckt (Aufschluss, an der Folie).
Warum wichtig: Schwermetalle können über Schleimhäute aufgenommen werden. Der doppelte Ansatz aus lösbarem Anteil UND Totalgehalt ist die strengere Art zu prüfen.
Ergebnis: Alle Werte innerhalb der Grenzwerte. Elf von dreizehn Metallen im Extrakt nicht nachweisbar; teils liegt die Nachweisgrenze mehrere hundertfach unter dem Limit (Antimon mindestens 300-fach, Zink mindestens 375-fach). Zwei Werte waren quantifizierbar: Blei 0,11 mg/kg (Grenzwert 0,20) und Chrom 0,09 mg/kg (Grenzwert 1,0), beide innerhalb. Wir zeigen sie, wie sie sind.
Alle 13 Metalle: Extrakt (Tampon)
| Metall | Grenzwert [mg/kg] | Gemessen [mg/kg] |
| Antimon | <30 | <0,1 |
| Arsen | <0,20 | <0,02 |
| Blei | <0,20 | 0,11 |
| Cadmium | <0,10 | <0,02 |
| Chrom | <1,0 | 0,09 |
| Kobalt | <1,0 | <0,02 |
| Kupfer | <25 | <1,0 |
| Nickel | <1,0 | <0,1 |
| Quecksilber | <0,02 | <0,006 |
| Selen | <100 | <0,40 |
| Zink | <750 | <2,00 |
| Mangan | <90 | <0,40 |
| Barium | <1000 | <2,00 |
Aufschluss: Schutzfolie
| Metall | Grenzwert [mg/kg] | Gemessen [mg/kg] |
| Blei | <75 | <4,0 |
| Cadmium | <40 | <0,20 |
| Antimon | ohne Grenzwert | <0,20 |
| Quecksilber | <0,5 | <0,006 |
| Arsen | <100 | <0,20 |
| Silber | ohne Grenzwert | <0,20 |
Extrakt: Tampon · Aufschluss: Schutzfolie
✓ BestandenAlle 13 Metalle
innerhalb der Grenzwerte
04
Pestizide
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aus dem Baumwollanbau.
Warum wichtig: Baumwolle gehört zu den intensiv behandelten Kulturen weltweit. Was auf dem Feld eingesetzt wurde, darf nicht im Körperprodukt ankommen.
Ergebnis: Pestizid-Summe <0,05 mg/kg, nicht nachweisbar und damit mindestens 10-fach unter dem Grenzwert von 0,50 mg/kg. Auch die Einzelsubstanzen (u. a. Chlorpyriphos, Methoxychlor) unterhalb der Bestimmungsgrenze.
Einzelwerte Pestizide (Tampon)
| Prüfpunkt | Grenzwert [mg/kg] | Gemessen [mg/kg] |
| Summe Pestizide | <0,50 | <0,05 |
| Summe Pestizide u.B. | ohne Grenzwert | <0,05 |
| Chlorpyriphos-methyl | ohne Grenzwert | <0,05 |
| Chlorpyriphos | ohne Grenzwert | <0,05 |
| Methoxychlor | <0,01 | <0,01 |
Muster: Tampon
✓ BestandenGrenzwert: 0,50 mg/kg
Gemessen: <0,05 (n.n.)
05
Chlorierte Phenole & OPP
Verbindungen wie PCP und OPP, die als Konservierungs- oder Prozessrückstände auftreten können. Geprüft wurden über 20 Einzelverbindungen an beiden Mustern.
Warum wichtig: Chlorphenole sind toxikologisch relevant und in Textilien mit Hautkontakt streng limitiert, bei Schleimhautkontakt erst recht.
Ergebnis: Keine einzige Verbindung nachweisbar, in beiden Mustern. OPP liegt mit <0,05 mg/kg mindestens 200-fach unter dem Grenzwert von 10 mg/kg; alle Chlorphenol-Summen unterhalb 0,01 mg/kg.
Summenwerte & OPP (beide Muster)
| Prüfpunkt | Grenzwert [mg/kg] | Tampon | Folie |
| OPP (Orthophenylphenol) | <10 | <0,05 | <0,05 |
| Pentachlorphenol (PCP) | <0,05 | <0,01 | <0,01 |
| Tetrachlorphenole (Summe) | <0,05 | <0,01 | <0,01 |
| Trichlorphenole (Summe) | <0,20 | <0,01 | <0,01 |
| Dichlorphenole (Summe) | <0,50 | <0,01 | <0,01 |
| Monochlorphenole (Summe) | <0,50 | <0,01 | <0,01 |
Sämtliche Einzelisomere (z. B. 2,4,6-TrCP, 2,4/2,5-DCP, 2-/3-/4-Chlorphenol) in beiden Mustern <0,01 mg/kg (vollständige Liste im Bericht).
Beide Muster geprüft
✓ BestandenAlle Verbindungen
nicht nachweisbar
06
Azofarbstoffe (direkt)
Bestimmte Farbstoffe, die verbotene aromatische Amine freisetzen können. Geprüft an der bedruckten Schutzfolie, dem einzigen farbtragenden Bauteil.
Warum wichtig: Einzelne Spaltprodukte gelten als krebserregend und sind gesetzlich verboten.
Ergebnis: Keines der 30 geprüften aromatischen Amine nachweisbar, alle unterhalb der Bestimmungsgrenze (<5 bzw. <10 mg/kg) bei einem Grenzwert von 20 mg/kg.
Alle 30 geprüften Amine (Schutzfolie)
| Amin | Grenzwert [mg/kg] | Gemessen [mg/kg] |
| Anilin | <20 | <5,0 |
| o-Toluidin | <20 | <10 |
| 2,4-Xylidin | <20 | <10 |
| 2,6-Xylidin | <20 | <10 |
| o-Anisidin | <20 | <10 |
| p-Anisidin | <20 | <10 |
| p-Chloranilin | <20 | <10 |
| p-Kresidin | <20 | <10 |
| 2,4,5-Trimethylanilin | <20 | <10 |
| 4-Chlor-o-toluidin | <20 | <10 |
| 2,4-Toluylendiamin | <20 | <10 |
| 2,4-Diaminoanisol | <20 | <10 |
| 2-Naphthylamin | <20 | <10 |
| 2-Amino-4-nitrotoluol | <20 | <10 |
| 4-Aminodiphenyl | <20 | <10 |
| 4,4'-Oxydianilin | <20 | <10 |
| Benzidin | <20 | <10 |
| 4,4'-Diaminodiphenylmethan | <20 | <10 |
| o-Aminoazotoluol | <20 | <10 |
| 3,3'-Dimethyl-4,4'-diaminodiphenylmethan | <20 | <10 |
| 3,3'-Dimethylbenzidin | <20 | <10 |
| 4,4'-Thiodianilin | <20 | <10 |
| 3,3'-Dichlorbenzidin | <20 | <10 |
| 4,4'-Methylen-bis-(2-chloranilin) | <20 | <10 |
| 3,3'-Dimethoxybenzidin | <20 | <10 |
| 1,4-Phenylendiamin | ohne Grenzwert | <10 |
| N-Methylanilin | ohne Grenzwert | <10 |
| 3,3-Diaminobenzidin | <20 | <10 |
| 4-Ethoxyanilin | <20 | <10 |
| 2,5-Diaminotoluol | <20 | <10 |
Muster: Schutzfolie
✓ BestandenGrenzwert: 20 mg/kg
Gemessen: nicht nachweisbar
Was wurde geprüft? Sechs Parameter in zehn Einzelprüfungen: pH-Wert, Formaldehyd, Schwermetalle, Pestizide, chlorierte Phenole und OPP sowie Azofarbstoffe. Jeder Messwert wird mit dem im Prüfbericht festgelegten Grenzwert verglichen; «innerhalb» bedeutet, dass der gemessene Wert unter diesem Grenzwert liegt. Geprüft wurden zwei Muster: der Tampon (Wattekern und Rückholband, 100% Baumwolle gemäss Herstellerangabe) und die Einzelhülle (Polypropylen). Die Prüfung wurde unabhängig durch das akkreditierte Schweizer Labor TESTEX Zürich durchgeführt; die Muster gingen am 28. Juli 2026 ein, der Vorabbericht datiert vom 21. August 2026.
Der vollständige Bericht
Vorabbericht ZH027.290365.1, alle 8 Seiten, jeder Einzelwert. Private Angaben geschwärzt, Messwerte vollständig. Vorabversion: Die definitive Ausstellung durch das Labor folgt.
Vollständigen Bericht lesen
So ehrlich wie möglich: Dies ist ein Vorabbericht des Labors; die definitive Ausstellung folgt. Die Werte oben sind 1:1 aus dem Bericht übernommen. Wo ein Wert messbar war, zeigen wir ihn (Blei, Chrom, pH), auch wenn «nicht nachweisbar» besser klingen würde. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Siegel und einem offenen Bericht.